Sulkus-ulnaris-Syndrom

Der Nervus ulnaris ist einer der drei Hauptnerven des Armes, er verläuft im Bereich des Ellbogens relativ oberflächlich in einer gut tastbaren Knochenrinne. Man kann ihn hier selbst ertasten und schon bei leichtem Druck ein Kribbeln oder Brenngefühl in der Hand auslösen. Diese Region ist bei leichtem Anstoßen sehr schmerzempfindlich und es kann bei chronischen Reizungen zu einer Schwellung und narbigen Einklemmung des Nerven führen, was zu Gefühlstörungen im Klein- und Ringfinger sowie im fortgeschrittenem Stadium zu einer Kraftminderung mit Muskelschwund führt. Die Diagnose wird vom Nervenarzt bei einer elektrophysiologischen Messung gestellt.

Behandlungsmöglichkeiten:
Zunächst muss man eine weitere Druckschädigung des Nerven am Ellbogen und Unterarm vermeiden, indem man den Arm z.B. an der Schreibtischkante nicht auflegt bzw. ihn unterpolstert. Bessern sich dadurch die Gefühlstörungen nicht, so wird man den Nerven operativ aus seinen Einengungen lösen müssen, um eine weitere Schädigung von der er sich dann nur langsam erholen wird zu vermeiden. 

Die Operation erfolgt in Armbetäubung ambulant. Über einen kleinen Schnitt am Ellbogen wird der Nerv von den Einklemmungen bereift die manchmal bis in den Unterarm hinein reichen können und hier teils endoskopisch gelöst werden.

OP-Vorbereitung
Fingerringe abnehmen, keine Wunden an der betroffenen Hand. Die regelmäßigen Medikamente (außer zur Blutverdünnung) wie gewohnt einnehmen. Frühstück erlaubt.

Operation
In Armbetäubung ambulant, Dauer ca. 30 Minuten

Fadenentfernung
nach ca. 12 Tagen

Arbeitsunfähigkeit
Je nach Tätigkeit ca. 2 bis 4 Wochen